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Pionier der Elektrizitäts-Forschung

Er kam in Erlangen zur Welt – und begann hier seine wissenschaftliche Karriere, ist daher idealer Namensgeber für einen Preis, der an der Friedrich-Alexander-Universität an Physiker vergeben wird:

Georg Simon Ohm wird im März 1789 geboren. Der Vater führt seine Söhne in Philosophie und Mathematik ein. Ohm studiert an der Erlanger Universität, arbeitet einige Jahre als Privatlehrer in der Schweiz, kehrt zurück in die Heimatstadt und wird 1811 mit einer Arbeit „Über Licht und Farben" promoviert. Wieder ist er als Lehrer tätig und verbringt viel Zeit mit physikalischen Experimenten.

Anfang 1821 findet er den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Stromstärke, Spannung und Widerstand des Leiters: das Ohmsche Gesetz. Er schreibt sein – erst später –  berühmt gewordenes Buch: "Die galvanische Kette, mathematisch bearbeitet".

Ohm erhält 1833 die Professur für Physik am „Königlich-bayerischen Polytechnikum" in Nürnberg, das er von 1839 bis 1849 als Rektor leitet. 1841 ehrt ihn die Royal Society in London mit der Copley-Medaille, dessen Bedeutung vergleichbar ist mit dem heutigen Nobelpreis. Weitere Ehrungen folgen, erst im Ausland, dann auch in Deutschland.

1849 holt König Maximilian II. von Bayern Ohm nach München und ernennt ihn zum zweiten Konservator der mathematisch-physikalischen Sammlung. 1852 folgt die Berufung zum Ordentlichen Professor für Physik und Mathematik sowie zum Leiter des physikalischen Kabinetts der Universität München.

65-jährig stirbt er am 6. Juli 1854.

1893 verewigt der Elektrische Welt-Kongress in Chicago Georg Simon Ohm: Der Name wird als Bezeichnung für die internationale Einheit des elektrischen Widerstandes gewählt, dargestellt durch das große Omega.